AWO Kreis Wesel in Insolvenz: Sanierungsplan steht
Veröffentlicht: Freitag, 29.08.2025 13:10
Die Arbeiterwohlfahrt Kreis Wesel ist im Insolvenzverfahren, will aber Arbeitsplätze und Angebote sichern.

Die AWO im Kreis Wesel will sich finanziell neu aufstellen. Der Verband steckt seit April in einem besonderen Insolvenzverfahren. Seit April läuft ein sogenanntes Eigenverwaltungsverfahren. Das ist eine besondere Form der Insolvenz, bei der die AWO sich selbst saniert, aber unter Aufsicht eines gerichtlich bestellten Fachmanns. Der Geschäftsbetrieb läuft dabei ganz normal weiter. Jetzt haben alle Gläubiger in einer Versammlung dem eingeschlagenen Sanierungskurs zugestimmt. Sie unterstützen den Plan, wie die AWO ihre Schulden loswerden und sich neu aufstellen will.
Sanierungsplan für den gesamten Kreisverband in Arbeit
Die AWO will nun einen konkreten Insolvenzplan erarbeiten. Der soll dem Gericht und den Gläubigern bis spätestens Mitte 2026 vorgelegt werden. Ziel ist es, die finanziellen Probleme dauerhaft zu lösen, Arbeitsplätze zu erhalten und die sozialen Angebote im Kreis weiterzuführen. Betroffen ist der gesamte AWO-Kreisverband Wesel – also nicht nur eine einzelne Einrichtung, sondern alle, die unter diesem Verband im Kreisgebiet laufen. Die AWO arbeitet dabei eng mit externen Beratern, dem Gläubigerausschuss und einem Sachwalter zusammen. Andere AWO-Verbände in NRW oder der Bundesverband sind davon nicht betroffen. Auch Tochtergesellschaften und Ortsvereine außerhalb des Kreisverbands Wesel arbeiten wie gewohnt weiter.