
Im Streit um höhere Kita- und OGS-Gebühren hat es vor der Schulausschusssitzung am Dienstag eine Kundgebung auf dem Voerder Rathausplatz gegeben. Wie die NRZ berichtet, übergaben Eltern dort eine Unterschriftenliste mit 1258 Namen an den Bildungsdezernenten der Stadt. Die Ratsfraktionen von SPD, CDU und Grünen haben sich laut Zeitung zudem darauf verständigt, die geplante Streichung des Geschwisterbonus zunächst auszusetzen, ein entsprechender Antrag ging im Schulausschuss durch.
Grundsätzlich sieht der Verwaltungsvorschlag vor, dass Familien mit geringem und mittlerem Einkommen bei den Elternbeiträgen entlastet werden. Höhere Beiträge werden erst bei Einkommen oberhalb von 108.000 Euro bei der Kita beziehungsweise 96.000 Euro bei der OGS fällig. Der Höchstsatz für den offenen Ganztag steigt von aktuell 150 Euro auf 249 Euro im Monat, bei der Kita-Betreuung für unter Dreijährige sind es im höchsten Fall bis zu 675 Euro monatlich. Über die Reform berät als Nächstes der Haupt-, Personal- und Finanzausschuss am 29. September, die endgültige Entscheidung trifft der Stadtrat am 6. Oktober.
Alle Zahlen und Hintergründe zur Beitragsreform haben wir bereits ausführlich eingeordnet: Voerde plant höhere Kita- und OGS-Beiträge ab 2027 und Eltern-Protest in Voerde gegen höhere Betreuungsbeiträge.